19.03.2015

Hohe Teilnehmerzahlen bei den Vorträgen zum Thema "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht"

Voll besetzte Säle und viele Fragen rund um die Themen „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ zeigen deutlich, wie stark das Interesse und die Unsicherheit sind, hier richtig zu handeln, so dass im Vorsorgefall und/ oder in der Durchsetzung einer Patientenverfügung bei richtiger Vorbereitung die Dinge im Sinne des Einwilligungsunfähigen durchgesetzt werden. 

So war am 12.03.2015 in Todtmoos der kleine Gemeindesaal mit 57 Personen voll besetzt und die Leiterin der Volkshochschule, Veronika Hummel musste interessierte Bürgerinnen und Bürger auf den zweiten Vortrag an die Volkshochschule in Wehr verweisen. Dort wurde am 18.03.2015 für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann für den Vortrag in der Stadthalle kurzfristig noch die Zwischenwand entfernt und zusätzlich bestuhlt, damit die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Platz finden konnten. Rechtsanwalt Dr. Klaus Krebs referierte gute 55 Minuten zu den beiden Themen. Hierbei ging er ausführlich auf die rechtliche Problematik im Verhältnis zwischen Arzt und Patient ein und erläuterte anhand von Beispielen wie der Patientenwille bei präziser Darstellung in der Verfügung sicher auch berücksichtigt und durchgesetzt werden kann. Er wies gleichzeitig anhand einiger  Beispiele dann auf die Risiken und damit das einhergehende mögliche Scheitern der Durchsetzung des Patientenwillens bei unzureichend ausgefüllten Vollmachten und Verfügungen hin. 

Anschließend stand er noch ausführlich für Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung, die deutlich erkennen ließen, wie intensiv diese Themen alle beschäftigen und wie viele Fragen hier oft im Raum stehen und unbeantwortet bleiben. 

Eines war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser beiden Vortragsveranstaltungen sicher anschließend klar:

Entscheidet man sich für eine Patientenverfügung, so ist es ratsam, detailliert und präzise die Behandlungsver- und -gebote zu formulieren. Man sollte Abstand davon nehmen, existentiell wichtige Entscheidungen im Verhältnis zwischen Arzt und Patient in allgemein gehaltenen Formularen und Redewendungen darzustellen, die den eigentlichen Willen des Patienten gegebenenfalls dann nicht durchsetzen können, weil sie zu schwammig formuliert sind. 

Gleiches gilt für die Vorsorgevollmacht, die – je präziser sie formuliert wird - , dem Bevollmächtigten die Möglichkeit gibt, den tatsächlichen Willen des nunmehr Einwilligungsunfähigen in allen Belangen durchzusetzen. Dies ist für beide Seiten ein beruhigendes Gefühl, nämlich für den, der diese Vollmacht erteilt und seinen Willen durchgesetzt wissen will und für den, der mit dieser Vollmacht diesen Willen durchsetzen muss.

Für Beratungsgespräche stehen wir gerne zur Verfügung. Stichwort "VHS Todtmoos Wehr"